top of page

Neu über die Liebe nachdenken.


Hey Freunde aus der Pauker-Flower-Power-Zeit

 

Stichwort: Zauberblume

Nun ein Hin und Her zwischen den beiden Positionen: Der kleine Prinz v. Antoine de Saint-Exupery und Siddharta  v. Hermann Hesse.

Mit Begeisterung den Letzteren gelesen in der Studienzeit. Besonders die Phase mit Kamala, die Siddharta die Liebe gelehrt, aber vom Autor in Anspielung auf die Wonnen diese geheimnisvoll nur angedeutet und bloß die Phantasie beflügelt  hat! Mit Hintergrundwissen durch die neue Vorstellungsebene nicht schlauer geworden, was denn unter dem Leben einer Kurtisane näher zu verstehen ist.  Superlativ von hochherrschaftlichen Liebesdienerinnen, dem primitiven, ordinären, derben Gehabe entgegen ohne wirkliches Wissen ein Stochern im Nebel, was denn die betörenden Genüsse, Gaben und Reize der Geliebten eines Fürsten sind, ungebunden vor Gott und dem Recht, von der Liebe des Fürsten gehalten. Von abnormen Sado- und Maso-Praktiken erst gar nicht zu reden.

 Im Rückblick ein großes Erstaunen, was schon 1984 ‚theoretisch‘ mit einer Lektüre von O. v. Nostitz über Antoine de Saint-Exupery vorübergerauscht ist, in Leuchtschrift: ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.‘ Gegen diesen Dreh- und Angelpunkt fällt allerdings das Mühselige der komplexen Texterschließung doch stark ab.  Scheinbar konkreter die Kamala-Sequenz, die vorgibt, eine tatsächliche Anregung für Liebende wachzurufen, die aber in der Weise, geschildert, wie denn dem Fuchs die  liebevolle und herzergreifende Zähmung geschieht, kein bloß Angedeutetes und Angespieltes ist! Ich weiß nicht mehr, von woher als denkwürdige Notiz festgehalten und dem Buch eingelegt und – nun  unbedarft ohne irgendeine überkommene Weisheit diese in die Wirklichkeit wieder hineingefunden hat. Später, mit weiteren Texten eingespielt, Neubelebendes! Durch die Zauberblume als Akzentverschiebung. Das große und hochgefieberte Aha-Erlebnis als  bewusstseinsöffnendes  Miterleben der ersten Geburt, und zwar vor, während und auch noch längere Zeit danach.

Dieser Vorgang führt mich auch auf meine Frau zurück, die in der Zeit unserer zwei ersten Kinder die ‚Babyschule‘ zum offenen Mitlesen greifbar ausgelegt hatte. Vom ‚Baby-Modell‘ und der Anschauung am Wickeltisch müssen wohl weitere Impulse in die Liste der Fokusveränderung eingegangen sein, die Ausstrahlungskraft der Liebe neu wahrzunehmen und zu begreifen.

Vom wünschbaren Familiengeist solcher Nähe in den Anfängen: Vielfach zu flüchtig erlebt, durch Umstände und Eingespanntsein geschrumpft, aber nie zu spät, Beglückendes intensiver nachzuholen und sich einander im Geist der Liebe  wieder spiegeln zu sehen.  Enkel warten schon auf Altvordere. Die Schnuckerchen nicht zu vergessen. Übrigens: Mimik und Gestik stimulieren und stärken den gemeinsamen Lebensgeist, nicht musikalisch ohne Lieder, auch dem familiären Singsang anheimgegeben! Ein inneres Augenkino, unverlierbar, sei es selbst, die Tage vor sich hinzuleben, dass, dann und wann, von Lebensgestalten einen Augenblick lang berührt, man im Flow sich wie zaghaft Grüßende verspürt und träumend erlebt.

Übrigens, wo und was fängt nicht für das ganze Leben, bzgl. Mann und Frau, fürs Menschliche der Nähe im Miteinander und Füreinander from the Bottom to the Top in universeller Perspektive mit einem liebevollen Baby-like an?! Erkennen wir an uns selbst diese Primärmuster der Achtsamkeit, der Schutz- und Hilfsbedürftigkeit noch wieder? Von der feinen Tonalität her!

Der Zärtlichkeit abgeguckt: sensibel werden

  • Blick: entspannt, lächeln

  • Stimme: sacht, sanft, summen

  • Berühren: zart, antippen, streicheln, wiegend im Arm, gleitend über Arm, Beinchen, Schulter

  • Gehen: an den Händen

  • Sitzen: im Schoß

  • Rücken: streicheln, einkremen, mit Blume kitzeln

  • Nase: Streichholzschachtel plus Eskimo-Augen

  • Mund: Salzstange, vom beidseitigen Anknabbern zum Küsschen

  • Zwillinge: Rücken an Rücken, Dinge im Zimmer vom Merkmal her erraten

  • Duftiges: Schnuppern, kosten, wahrnehmen: Parfüm, Teee, Kaffee u.a.

 

Freundschaft mit Geschwistern und Hausgästen pflegen

  • Wöchentlich bewusst Körperhaltung demonstrieren

  • Stehbewegungen, Zeigegesten, Mimisches extrem

  • Sich die Hand geben und umarmen, Wangenküsschen

  • Sich in die Augen schauen, Kopf einlegen, verweilen können

  • Miteinander lachen und lächeln können

  • Wettbewerb in schönster Lautmalerei

  • Kleinen Scherz zum Lachen aufbieten

  • Eine Aufmerksamkeiterweisen: Gemaltes, Schnuckerstück, Kompliment

 

Wie einander besser verstehen und helfen können

  • Qual der Wahl: wie gerecht Ungleiches teilen können

  • Etwas kennen, analysieren und sich beteiligen können

  • Etwas gemeinsam machen, erleben und pflegen

  • Heile Gänschen: Trösten, bestätigen, ermuntern

  • Spiele: Ich sehe was,was du nicht siehst

  • Schlapp hat den Hut verloren, 2 hat ihn nicht, drei hat ihn

  • Außerirdische in Auseinandersetzung mit einem Stuhl

  • Mutters Lieblingstasse: Wer hat sie zerbrochen

  • Vaters …, werhat …

               

Wagemut zum Flirt: Einladung zum Rendezvous

 

  • Aufgefallen und Lust auf ein Treffen,

um sich näher kennenzulernen.

  • Offen für Erfahrungen,

die der Augenblick der Begegnung

auslöst und besonders intensiv festhält.

  • Was für Gefühle springen an?

  • Jene um Liebe und Freundschaft

oder um ein bewundertes Anderssein?

  • Wie das Geheime wodurch entlocken?

  • Was darf’s sein und kann es sein:

  • Mit dem Boot auf den See hinaus.

  • Ein Spaziergang in den Parkanlagen

  • Einen Marienblümchenkranz erstanden

und überraschend aufs Haupt gesetzt

  • Von der blauen Blume gesprochen

Ihr herzberührend begegnen zu wollen

  • Gewachsene Vertrautheit genießen:

  • Besuch eines kleinen Cafés

bei Kaffee und Kuchen hier

oder verlockend die Eisdiele da.

  • Zugegriffen auf Herbeigefiebertes,

sei es nachmittags das netteTanzcafé

oder abendlich die intime Tanzbar.

  • Von den Events nicht mehr zu reden.

  •  

 

Schlussendlich: An Klassikern, Erweiterungen, Verbesserungen  arbeiten

Addenda:

So einfach ist es doch nicht, wie mir mit der Recherche ‚Undercover unter Nazis‘ von Angelique Geray bewusst geworden ist. Da springen einem sozial generative Defizite der Vergangenheitsbewältigung in den gesellschaftlichen Einrichtungen von der präventiven Seite direkt an.

Es geht nicht nur um eine notwendige Aufarbeitung im Rückgang auf die Fascho-Sozialisation im Hinblick auf die deutsche Kinderstube, ebenso aufs Klassenzimmer wie auch auf das Haus der offenen Tür, sondern vornehmlich vom  alten Geist der NS-Erziehungsexpertin Johanna Harrer her, ein Flaschengeist, der  aufzurollen ist, was neurotisierend, verrohend und niederträchtig da schief gelaufen ist und auch mit vermeintlicher Kriegstüchtigkeit wieder zwischenmenschlich schiefläuft. Dem Doppelziel mit der Friedenstüchtigkeit entgegen. Oje! 

Nicht weniger dürfen Impulse die Imperialismus-Hypotheken weltweit auslassen, die eindimensional, bewusst diskriminierend und  als Teile und herrsche toxisch gewirkt haben. Deutschland hat sich schon einmal blamiert, als es naiv in Afghanistan die Frauen ohne die Männer zu emanzipieren trachtete.

 

Der kleine Prinz  - ein  Weisheitsschatz

Stoffverteilung als  Leseplan

 

1.            Ein erstaunlicher Heimatplanet: Der Kleine Prinz erzählt gestrandetem Piloten in der Wüste vom Planet B 12, und zwar von seinen Malversuchen, einer Riesenschlage, die einen Elefanten verschlingt, von einem überflüssigen Strick und  Pflock, vom Schaf in einem Kästchen, vom Astronautenkongress, den Kleidern und der Zahlenvorliebe. All das ereignisweise bis zum 6. Lebensjahr. In etwa eine späte Kindheitsschilderung.  Phasenwunderlich.   S. 7 – 19

2.            Umweltgefahrwahrnehmung: Baobab/Affenbrotbäume. S. 19  - 25

3.            Auch Blumen leben in Gefahr. S. 25 – 28

4.            Die Trennung: Aufbruch in die Menschenwelt. S.28  - 34

5.            Typische Weltbewohner erleben und kein Frauenzimmer:

König – Anschein großer Autorität, Untertanen, Drahtzieher aus Verborgenem

Eitler – er will bewundert und gelobt  werden

Säufer – Kummer und Scham vergessen wollen

Geschäftsmann – besitzen, zählen, mehr kaufen, viel Papier verwalten

Laternenanzünder – kurzphasig  Weisungen befolgen, sie anzünden, löschen 

Geograph – Beobachtetes sammeln, untersuchen, beschreiben, beweisen

Weichensteller – von wegen ausrichten, sinnlos, blind über Grenze hinaus

Erde – Vernünftig vom polaren Ganzen aus, es wahrheitsgemäß erfasst

Schlange und Blume – Weg, Wahrheit, Leben als Emanzipationsgeschichte 

S. 34 – 62

 

6.            Rosengarten: Eine Blume wie all die andern.  Es kommt auf das gewisse Etwas an, ein Verbindendes und beiden dadurch Zugehöriges. Suchblicke der Enttäuschung, keine Einzige unter allen, die oszillierendes Echo auslöst.

S. 62 – 64

7.            Freundschaft: Fuchs und kleiner Prinz. Einschub: Hey, müsstest du mit mir, zur nächtlichen Traumfrau geworden, wirklich zusammen gelesen und darüber gesprochen haben. Über eine vergessene Sache, wichtig genug, um darauf aufmerksam zu machen. So für dich, sei es, künftig als Oma und Opa für die schon großen Kinder, dann für die Enkel und so weiter. S. 64 – 68

8.            Prozessual unerlässlich, das Zähmen als sich begegnen und einander vertraut machen.

Vom Geständnis her in Erinnerung an seine Blume: Sie hat mich gezähmt und er nicht sich zähmen lassen? Unmerklich passiert? So plötzlich bewusst geworden.

Wertschätzungen

Nichts ist vollkommen, seufzend der Fuchs. Keine Hühner.

Gold der Weizenfelder, bewegt vom Wind. So schön du für mich. Als Blondschopf, nun von dir dein Bild in mir.

Bitte, gezähmt zu werden, ja, um dein Freund sein zu können. Du auch?

Vom Brauch her: Du, der imaginäre Treff-Punkt da, wo ich dich immer wieder erwarte und du mich, getragen von unserer seligen Übereinstimmung,  bis zum Nimmermehr und dem Abschiedsschmerz.

Immer ein Beginnen, schade, nimmer gewesen, nicht wahr!?  Oder wer hat denn die Traute gehabt, sich zu öffnen! Hast du? Erinnerst du dich, wie es gewesen ist? Plötzlich Aug‘ in Aug‘, ganz erschrocken!?

Zwischen uns: Ist das so gewesen: Verstohlen sich aus den Augenwinkeln ins Bild  holen, jeden Tag ein bisschen näher, mal mehr oder weniger auffällig?

Endlich: Wissen können, Zeit und Gelegenheit, wann du bei mir und mein Herz bei dir in Liebe ist.

Den Gewinn erleben: Du, ja, Du! Du bist in meinem Herzen, für die ich dies und das, aufmerksam und achtsam getan, froh erlebt, dir zuliebe auch mal eingesteckt und ertragen habe.

Geheimes Wissen des Fuchses um das Wunderbare als Geschenk, nicht so die Erfahrung  um Trennung und um schmerzliches Adieu. Ja, so isses! Jetzt jedoch dich als Herzklopfen in meinem Herzen gespürt. Du, siehst du auch mit dem Herzen gut, fühlst und spürst du‘s? Ja … das für Verantwortung  uns ans Herz gelegt! Ja?  S. 72  - 81

Brunnensuche in der Wüste. Für den Durst das Wichtigste. Der Trunk das Köstlichste.  So auch für den Kleinen Prinzen, sie, seine Blume, nach so langer Zeit in seiner Wüste einer seltsam erlebten Welt, wiedergefunden, so lieblich und stolz, seine Rose, sein Brunnen in der Wüste, sie in seinen Armen. Ihn umschlingend und herzend, beide diesen Akt ihrer Liebe selig genießend.

                                        

Es war einmal … damals … und jetzt, zurückgekehrt nach so langer Zeit, wie geht es weiter …

Lernerfahrungen der jeweiligen Odyssee?

Sinnierend, auf eine Lösung hinaus:

„Was das Wichtigste ist, sieht man nicht …!“

Anders die kleinen Signale der Lösung  wie frohe  Botschaften.

„Gewiss …“

„Das ist wie mit der Blume. Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, so ist es süß, bei Nacht den Himmel zu betrachten. Alle Sterne sind voll der Blumen.“ Öffne nur das Fenster und schau zum Himmel. Wie es glitzert und blinkt. Jener dort oben, der ein Himmel der Prinzen zu sein scheint.

Sie ihm schutzbedürftig vertrauend, er das Schaf sichernd im Auge, sie der Versuchung durch die verführerische Schlange entgegen, dass ihre Liebe  beiderseits keinen Schaden nehme, als den ewig eingegangenen Bund der Liebe füreinander in lebendiger Verantwortung auf Erden, ihn so fortan zu denken und zu handeln aufgegeben, was es vorher so noch nicht für alle ausgesprochen auf Erden gegeben hat. Vom Himmel her ihn als Stern lachen hörend  und in der Schwäche  Stärke mimend oder sie blinkend mit sternenhaftem Glöckchen-Geläut ein Hin und Her samt der nicht wirklich ernst zu nehmenden wehrhaften Dornen gegen Feinde, welche auch daran denken lassen, dass sogenannte Schafe nicht weiße Schafe sein müssen, auch gar nicht mehr sogleich an fromme Hirten denken lassen müssen! S. 81

Sein und Schein können auseinanderfallen und man kann bitter auch einer Täuschung aufsitzen. Wie man so sagt: Man kann den Leuten vor den Kopf schauen, aber nicht in den Kopf hinein. Wie dem Unsichtbaren in der Liebe  beikommen, wenn diese keine Worte allerliebst zu flüstern, zu malen und zu verstehen aufgeben?

Liebe, sie bedarf der Worte, die unter den Liebenden in Aneignung gesprochen und geflüstert ins Herz gehen müssen. „Ach, hätte ich schon damals mit ihr das Gespräch von Fuchs und dem Kleinen Prinzen ins Herz der Liebe gesprochen und ihren Widerhall gehört! Auch heute als Erinnerung und Wiedersehen schön, ein wenig Herzklopfen und noch ganz befangen, zwischen Mut und Bangen.

Gehe zurück: S. 64 – 72

 

Eine Anschaffung lohnt sich, um sich vertiefen zu können:

Antoine de Saint-Exupery: Der Kleine Prinz, Düsseldorf 1982

 

Lesezumutung

SICH  ÖFFNEN ODER VERWEIGERN

Mit Blick auf den Leser: Hätte uns schon früher eine gemeinsame Flüstergeschichte der Seiten 64  - 72 – 82 – 91 ein Marathon-Erlebnis sein sollen, um uns über Wochen hinweg Worte ins Herz sprechen zu können, den Zufällen des Lebens, ja, auch einem ungeahnten Scherbenhaufen entgegen, ihn unkritisch und unvorsichtig herausgefordert und die Chance verpatzt zu haben, einander wieder gut zu sein.

Vielleicht für die Kinder, sicherlich für die Enkel eine wünschbare Zukunftsinvestition! Gegen die aus den Fugen geratene Welt, die das friedenstüchtige Sprechen miteinander, der Bewährung aufgegeben, stets der Goldenen Regel eingedenk, leider  gegenwärtig selbst im Grundtonus diese verloren hat. Ich selbst fühle mich beschämt, was mich den Egoshooter in mir nicht hat verdrängen lassen, beiläufig aufmerksamer zu sein.

Zukunftsinvestitionen, das ist der Blick über die Wolken hinaus, sich angelegen sein zu lassen, was denn als Angelegtes herauskommen soll und dafür auch auf Gegenseitigkeit getan werden muss, um sich einander im Zusammenspiel durch gegenseitiges Heben und Tragen mit dem Glücksgipfel bestätigt wissen und erleben zu können. Wer nicht investiv sät, hegt und pflegt, was soll der denn erwarten dürfen?

 Übrigens: Die Mühe und Liebe, mit der du, meiner Wahrnehmung entzogen, die Alben zu Bilderbüchern präpariert  und gestaltet hast, tut mir leid, dass ich durch zu flüchtige Wahrnehmung nur negativ die liebevolle Steckarbeit verkannt habe.

Wie es um mich steht?! In der neuen Sachlage der Erkrankung kann alles möglich sein: Halsverengung, nicht empfehlenswert Coke zu trinken, wer denn die Geschichte mit dem langen Giraffenhals kennt? Es scheint großes Interesse zu bestehen, mich aus dem Verkehr zu ziehen.  Bin wohl zu sehr angeeckt. Gefühlterweise: Alle Welt sich verschworen gegen mich.  Richtig unverschämt und unerhört. Nicht umzingelt von Freunden. Eher umgeben von Wegelagerern, die gemeinsame Sache machen und sich auch noch ins rechte Licht setzen wollen. An Scheinheiligkeit fehlt es nicht. Das letzte Adieu lässt an den letzten Willen denken. Erlöst vom Habenwollen zum Habebald. Und schon wieder aufgeschoben?! Noch zu früh für den Himmel.

 

Alternativ nicht blank. Nicht zuletzt geht es doch darum,  die göttliche Rollenzuweisung mit Blick auf Adam und Eva aufzuheben. Auch die hingehauene Typik von Antoine de Saint-Exupéry, die eher ein verheißungsloses Trauerspiel einer Umbruchzeit vor Augen führt, passt nicht, stellt sich nicht den Widersprüchen der realen Welt, ignoriert sie, weist keinen Anstrengungspfad ihrer Überwindung aus. Von gleicher Augenhöhe zwischen Mann und Frau kann absolut keine Rede sein. Es herrscht verquere Uneinigkeit, sei es, sich verbissen haben, ein Hin und Her der Gefühlschwankungen und  der verwilderten Sitten. Kein Lösungsansatz hat sich eingestellt, aber ein Widerstreit,  kein erlösendes Zauberwort, vielleicht von einer Seite, nein,  von beiden müsste der Antrieb zur Einsicht kommen, sich gegenseitig bekennend, um Verzeihung bittend, in die Arme fallend, Tränen in den Augen und zarte Lippenbegegnung sich Liebender. Nicht kämpferisch einseitig von Frauenseite voran à la Marianne. Leider gibt es dann bei erzeugter Gewaltbereitschaft zu viele Steinewerfer, sich voller Unschuld im überkommenen Recht vermeinend. Da hilft auch kein Schönreden bis in die Gegenwart hinein. Vom Herrgott her ist Adam das Ebenbild,  der Herr auf Erden und Eva aus Adams Rippe, die Frau an Adams Seite, die Gehilfin ihres Herrn. Was Gott sich dabei gedacht haben mag, oje, das weiß nur Gott allein. Als Rose und Stern ist sie ihm nicht in den Sinn gekommen.                                                                                                                                                                                                   

 Lange Zeit hat es gebraucht, mit der philosophischen Erkenntnis der geschlechtlichen  Polarität von Mann und Frau über Antoine de Saint-Exuperys Wurf hinaus, dass Mann und Frau ein freies Lebensganzes sind, die sich gegenseitig durch und für die Liebe erkannt und verantwortlich das Leben füreinander in Liebe,  Wahrheit und Vernunft entschieden haben. Eine sehr späte Einsicht, auch heute noch nicht weltweit angekommen, von der Wissenschaftskultur, Bildungsvermittlung und dem Geist der Liebe her, das  gegenseitige Heben und Tragen glücken zu lassen, der eindimensionalen Willkür und den chaotisch aufbrechenden Verselbstständigungen entgegen.

Das Modell Erde mit Nord- und Südpol doppelstrahlig je in sich, zentripetale und zentrifugale Kräfte heben sich gegenläufig auf, tarieren sich aus, lassen die Erde, um die es geht, nicht auseinanderfliegen. So spüren Menschen als Mann und Frau die Empfindungen ihrer Passung füreinander auf,  was im Austausch Lernende lustbetont  und beseligt im Spiel der Reize füreinander wahrnehmen  und sich nicht zweimal sagen lassen, je nach dem, worauf es ankommt, um das harmonische Zusammensein, Zusammenwirken und Zusammenspiel lebenswert in jeweiliger Sache gelingen zu lassen, der goldenen Regel auf Gegenseitigkeit eingebettet. Dergestalt nirgends besser als in der Kraft der Liebe einander als das beglückende Erkennungssignal sich festigend.  Das Leben von Schwebeleichtigkeit und Rhythmus in den Alltag eingegangen, es zu genießen. Im signalisierenden Bemerken halten sich Hochgefühle des Gelingens lebenswert beglückend fest, offen und kritisch, sachlich und menschlich, erkennend und anerkennend. All das miteinander wohlbedacht als Kosmos erleben und  kommunizieren zu können. Mehr als ein kleiner Anfang ist getan worden. Und plötzlich scheint alles wieder anders zu sein, als wäre vermeintlich längst Vergangenes noch nicht überwunden worden. Das Libidinöse lockert nicht mehr auf. Kommunikative Bemühungen fallen aus. Stachelig die Atmoshäre. Lächerlichkeit wird zur Münze. Schlagfertig die Stimmungslage, zur Gegenreaktion bereit. Disruptive Rückkehr von Vergangenheitsschatten steigert Dampf ablassen, als kriegstüchtig verstanden. Libidinöse Verrohung und exzessive Gelüste greifen um sich. Die Welt der Werte ist aus den Fugen. Der schöne Schein verführt, erobert und wildert mit Lug und Trug in den Blumengärten der Unschuld. Leichtsinn und Unbelehrbarkeit erleben Kontrast, dass gegen Maß und Mitte sich Konsequenzen aufbauen, die das Leben plötzlich mit völligem Stimmungswechsel scheinbar wie bei einem Wetterwechsel nach unten ziehen. Kälte bricht ein. Wie leergefegt und ausgestorben die Straßen. Zu wenig die Freunde und Bekannten umworben, jetzt fehlen sie. Die Reue kommt zu spät. Zu viele Gelegenheiten sind verpasst worden. Das nächste Jahr kommt bestimmt und den freundschafts-dienlichen Chancen sollte es nicht daran mangeln, sie sorgsamer lebenswichtig zu pflegen, sei es, was Freunde und Freundinnen als Gesprächskreis angeht, sich im besten Sinne  Wertschätzung und Ansprechbarkeit für die kleinen Dinge im Leben zu erweisen.

Über die Freundschaft hinaus, was sich für den Geist der Liebe erkennt: Drum prüfe,  wer sich mit Leib und Seele, Verstand und Vernunft als Sein-für-Anderes und umgekehrt, freiheitlich vermittelt  und um  Verantwortung wissend und urteilsschärfend die Kultur- und Staatenwelt rauf und runter wahrnimmt, auf dass  sich aus dieser Perspektive bezüglich der unterschiedlichen Glaubens- und Denkweisen die jeweils beiden Herzen sich gegenseitig bei allen Lebensveränderungen und Herausforderungen immer wieder in Liebe zusammenfinden können. Wenn es  kostspielige abenteuerliche Perspektiven für den Weltraum gibt, nicht aber gegen den Barbarismus der Eindimensionalen in der Welt, konkurrierend in seinen Gefängnissen und  Höhlen, unserer Welt des freien Geistes entgegen und nicht gegen ein Vabanquespiels der Negativität im bloßen Jetzt-Bewusstsein pur, dann ist es dringlich an der Zeit, dieses selbstgenügsame Jetztbewusstsein zu seiner Abdankung  mit einer 1. Abmahnung vor die Weltöffentlichkeit zu laden und auf notwendige Folgeschritte einer geistigen Offensive gegen die Irrungen und Wirrungen hinzuweisen, den unlauter im Trüben Fischenden wie auch den gefährlich Ausrastenden im Gefolge eines  reißerischen Hungertriebes und dem so angeheizten Eroberungstrieb mit den Spuren von Scherben und Tränen  entgegen.

 

Rollencheck 

Übereinstimmung – Gegenseitigkeit – Glücklichsein

Schnittstelle

Vollzug

Kommunikation

Liebesgeflüster

In welcher Rolle auch immer

Wer bist du für mich

Wir sind allenthalben

wer füreinander

in freiheitlicher Welt

  • ​Geliebte - Geliebter                  

  • ​Gefährtin - Gefährte

  • ​Freundin - Freund                             

  • Vertraute​ - Vertrauter

  • Beraterin - Berater

  • Ermutigerin - Ermutiger
  •  Trösterin -  Tröster

  •  Gehilfin - Gehilfe                     

     Männlich

 

  • ​Geliebter

  • Gefährtin​

  • Freund​

  • Vertrauter​

  • Berater​

  • Ermutiger​

  • Trostspender​

  • Gehil

    

bottom of page